PoPP: Die Eintrittskarte der TI 2.0

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Die Eintrittskarte der TI 2.0

Versorgungs­nachweis neu gedacht

Der Nachweis, wer gerade versorgt wird, hängt heute an einer langen technischen Kette: eGK, Kartenterminal, Konnektor, VPN-Zugangsdienst... Genau diese Abhängigkeiten soll PoPP auflösen. Der neue Nachweis des Versorgungskontexts ist zusammen mit ZETA ein weiterer Baustein, mit dem die TI 2.0 bereits heute konkret wird.

Warum der Versorgungs­nachweis ein Update braucht

Der Nachweis, wer gerade versorgt wird, hängt heute an einer langen technischen Kette aus eGK, Kartenterminal, Konnektor und VPN-Zugangsdienst. Fällt nur ein Element aus, scheitert der Nachweis und damit der Zugriff auf die TI-Dienste.

Das Update adressiert zugleich zwei weitere Punkte, die über reine Ausfallsicherheit hinausgehen: die Integration privatversicherter Patienten sowie mobile Versorgungsszenarien. Auch das Sicherheitsniveau steigt, da bekannte Findings aus der Sicherheitsforschung im neuen Verfahren adressiert werden.

Wie PoPP das Problem löst, und in welchen Stufen

PoPP steht für Proof of Patient Presence, den Nachweis des Versorgungskontexts. Ein kryptografisch gesichertes Token ersetzt die Kette aus vielen Komponenten und macht den Nachweis unabhängiger von lokaler Hardware. Wichtig für die Einordnung ist die Stufigkeit des Verfahrens.

In Stufe 1 ändert sich vor allem das Verfahren selbst, die vorhandene Hardware kann unverändert weitergenutzt werden, zusätzlich wird der Einsatz handelsüblicher USB-Kartenleser möglich. Erst mit Stufe 2 kommen die Gesundheits-ID und echte Remote-Szenarien hinzu.

Was passiert, wenn ein Nachweisweg ausfällt?

PoPP setzt auf mehrere Wege: eGK, Gesundheits-ID und künftig Wallet-Lösungen. Ist ein Weg nicht verfügbar, können die anderen weiter genutzt werden. Wichtig für die richtige Erwartung: Das Verfahren schafft die Möglichkeiten, die tatsächliche Ausfalltoleranz muss im Primärsystem oder in der Middleware umgesetzt werden. Genau daran arbeitet ehex aktuell mit einem eigenen fehlertoleranten Fallback-Mechanismus, damit Partner diese Möglichkeiten auch praktisch nutzen können.

Eine wichtige Klarstellung zu Karten und Terminals: Die eGK bleibt ein möglicher Authentisierungsweg, künftig als eine Alternative unter mehreren. Das eHealth-Kartenterminal bleibt für Leistungserbringer zunächst weiterhin notwendig, da es für QES-Signaturen gebraucht wird. Voraussichtlich ab 2028 kann auch der eHBA virtualisiert werden, unter anderem über die Fernsignatur. Erst dann entfällt die Notwendigkeit des eHealth-Kartenterminals.

Die nächste Etappe der TI beginnt jetzt

PoPP und ZETA befinden sich aktuell in der Pilotierung und kommen 2026 in die Umsetzung. Sobald eine ausreichende Verbreitung erreicht ist, beginnt ab 2027 der schrittweise Rückbau bisheriger Komponenten. Unterm Strich reduziert PoPP technische Abhängigkeiten und schafft mehr Ausfallsicherheit, die TI bleibt auch bei Störungen handlungsfähig. ehex bereitet diesen Schritt seit Monaten vor, damit Partner ab dem Go-Live unmittelbar anschlussfähig sind

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