Die TI von 2030.

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cloudbasiert, konnektorlos, zentral, sicher.

Die TI von 2030

Die gematik GmbH hat mit dem Konzept „TI-Betriebsstabilität & Transformationsplan 2030" klar beschrieben, wie konnektorlose Zugänge, digitale Identitäten und eine gemeinsame Cloud-Infrastruktur die TI in den nächsten vier Jahren grundlegend verändern. Für Praxen, Kliniken und Apotheken bedeutet das nicht, jetzt alles umzubauen, sondern heute die richtigen Weichen zu stellen.

Die vier Bausteine der TI 2.0

PoPP

Proof of Patient Presence / Ersetzt das heutige eGK-Stecken durch einen internetbasierten Nachweis.

ZETA 1

Institutionen greifen direkt über geprüfte Internetzugriffe auf TI-Dienste zu.

Digitale Identitäten

Digitale Identitäten & Signaturen für Leistungserbringer, LE-Institutionen und Organisationen.

ZETA 2

Eine gemeinsame Zugangs-Architektur für Versicherte statt separater Mechanismen pro Anwendung.

Kein neuer Name. Ein neues Fundament

TI 2.0 ist mehr als ein Rebranding der bestehenden Telematikinfrastruktur. Der Transformationsplan 2030 beschreibt zwei Dinge, die zusammen gedacht werden: vier fachliche Bausteine, die Hardware-Ketten durch Software ersetzen, und eine gemeinsame TI-Plattform als neues Betriebsmodell.

Kein komplizierter Umzug

Der Zugangsweg verändert sich. Die TI-Infrastruktur zieht schrittweise in eine souveräne, europäische Cloud um und wird von spezialisierten Cloud-Anbietern statt dedizierter TI-Hardware betriben. Das betrifft die Hersteller und Betreiber der Fachdienste, nicht direkt die einzelne Praxis oder Klinik. Sicherheit bleibt dabei kein Kompromiss: verpflichtendes BSI-C5-Testat, Datenresidenz in Deutschland/EU und Healthcare Confidential Computing schützen Daten auch während der Verarbeitung.

TI 2030: Abwarten ist keine Strategie

Frédéric hat für Healthcare Digital zusammengefasst, was der Transformationsplan TI 2030 konkret bedeutet und warum die Übergangsphase keine Zeit zum Aussitzen ist.Zum Artikel

Tschüss Konnektor,
hallo TI-Gateway

Konnektoren, VPN-Zugangsdienst und die dahinterliegende Netzinfrastruktur gelten heute als eine der größten Störquellen der TI: Fällt ein Glied in dieser Kette aus, ist die gesamte Einrichtung von der TI abgeschnitten. ZETA 1 löst das 2026 schrittweise ab: Zunächst für VSDM und die digitale Patientenrechnung, später für E-Rezept und ePA. Der vollständige Rückbau der Konnektor-Infrastruktur ist erst für 2030 vorgesehen. Bis dahin bleibt die heutige Technik parallel nutzbar.

Ist TI 2.0 schon beschlossen, oder ist das noch Zukunftsmusik?

Der GSV-Beschluss der gematik-Gesellschafter zum Transformationsplan 2030 ist bereits gefallen. Der Fahrplan ist damit verbindlich, die Umsetzung erfolgt schrittweise bis 2030 und nicht auf einen Schlag.

Muss ich als Praxis/Klinik jetzt aktiv etwas tun?

Nein. Für 2026 sind keine akuten Pflichten für einzelne Einrichtungen vorgesehen. Sinnvoll ist es, bei ohnehin anstehenden Investitionsentscheidungen auf Anschlussfähigkeit an die neue Architektur zu achten.

Warum lohnt sich der Aufwand überhaupt bzw. was ist der messbare Nutzen?

Eine Auswertung der TI-Betriebsdaten aus 2025 zeigt: Von 377 erfassten Störungen über 5 Minuten wären 107 (28 %) mit der TI-2.0-Architektur vermeidbar gewesen. Es geht also nicht um Technik um der Technik willen, sondern um konkret weniger Ausfälle im Versorgungsalltag.

Warum ändert sich der Versorgungsnachweis überhaupt, er funktioniert doch heute schon?

Er funktioniert bisher über eine störanfällige Kette aus mindestens sechs Komponenten. Fällt eines dieser Glieder aus, scheitert der komplette Nachweis für alle betroffenen Anwendungen. PoPP löst genau dieses Problem und schafft Abhilfe durch mehrer Authentisierungswege.

Die Zukunft der TI ist keine Roadmap. Sie ist live mit ehex_

Reden wir über den TI-Zugang der Zukunft: cloudbasiert, konnektorlos, zentral, sicher. Eine kurze Mail genügt, wir sind bereit.Jetzt die TI 2.0 anbinden