Was steckt hinter dem Begriff TI 2.0?
Kein neuer Name, sondern ein neues Fundament
Für Praxen, Kliniken und Apotheken bedeutet TI 2.0 zunächst vor allem eines: keine plötzliche Umstellung. Der Umbau erfolgt bis 2030 in klar getakteten Schritten, nicht über Nacht. Sinnvoll ist trotzdem, bei anstehenden Investitionsentscheidungen auf Anschlussfähigkeit zu achten, damit aus heutigen Anschaffungen keine Fehlinvestitionen werden. Genau diese Anschlussfähigkeit bringt ehex bereits mit.
Mit HSM-B wird die Institutionsidentität schon heute von der physischen Karte ins Rechenzentrum verlagert, ein konkreter Schritt in Richtung der digitalen Identitäten, die TI 2.0 vorsieht. Der Umstieg auf die neue Richtung muss also nicht bis 2030 warten.
Ist TI 2.0 schon beschlossen, oder ist das noch Zukunftsmusik?
Der GSV-Beschluss der gematik-Gesellschafter zum Transformationsplan 2030 ist bereits gefallen. Der Fahrplan ist damit verbindlich – die Umsetzung erfolgt aber schrittweise bis 2030, nicht auf einen Schlag.
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen „TI 2.0" und der „TI-Plattform"?
TI 2.0 bezeichnet die vier fachlichen Bausteine (PoPP, ZETA 1, digitale Identitäten, ZETA 2), die heutige Hardware-Ketten durch Software ersetzen. Die TI-Plattform ist das dazugehörige Betriebsmodell im Hintergrund – Cloud-Infrastruktur, zentrale Steuerung, Backend-Konsolidierung. Beides zusammen ergibt das Gesamtbild.
Warum lohnt sich der Aufwand überhaupt – was ist der messbare Nutzen?
Eine Auswertung der TI-Betriebsdaten aus 2025 zeigt: Von 377 erfassten Störungen über 5 Minuten wären 107 (28 %) mit der TI-2.0-Architektur vermeidbar gewesen. Es geht also nicht um Technik um der Technik willen, sondern um konkret weniger Ausfälle im Versorgungsalltag.
Muss ich als Praxis/Klinik jetzt aktiv etwas tun?
Nein. Für 2026 sind keine akuten Pflichten für einzelne Einrichtungen vorgesehen. Sinnvoll ist es, bei ohnehin anstehenden Investitionsentscheidungen auf Anschlussfähigkeit an die neue Architektur zu achten.